Morbus Crohn/Colitis ulzerosa
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) haben in den letzten Jahrzehnten an Häufigkeit zugenommen. Seit 18 Jahren beschäftigt sich Prof. Gasche in Klinik und Forschung mit der Ursache, Diagostik und Therapie von CED. Mit seiner weltweit anerkannten „Vienna Classification of Crohn’s Disease“ hat er entscheidend zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie bei CED beigetragen. Sein Forschungslabor beschäftigt sich zur Zeit mit der Prophylaxe von Karzinomentstehung bei diesen Krankheitsbildern.
Eisenmangel
Eisenmangel ist weltweit die häufigste Mangelerscheinung. Symptome umfassen Leistungsabfall, Müdigkeit, Schlafstörung, Libidoverlust, Konzentrationsschwäche, Mundecken, brüchige Nägel und Haarausfall. Bei schweren Formen kommt es zu Atemnot und Herzversagen. Die Ursachen des Eisenmangels liegen meist in chronischem Blutverlust (durch starke Menstruation oder durch meist nicht sichtbaren Blutung aus dem Magen-Darmtrakt). Mittels moderner Diagnoseverfahren (Kapselendoskopie) können die meisten Ursachen diagnostiziert werden. Neue intravenöse Eisenpräparate sind sehr gut verträglich und können den Mangelzustand schnell und effektiv beheben. Prof. Gasche ist Wegbereiter der intravenösen Eisentherapie bei Morbus Crohn und Colitis ulzerosa und war Vorsitzender der internationale Richtlinienkommission.
Gastrointestinale Endoskopie (Darmkrebsvorsorge)
Darmkrebs ist die häufigste Tumorart im Gastrointestinaltrakt, an dritter Stelle hinter Brust- und Prostatakrebs. Vorstufen und frühe Tumorstadien können endoskopisch entdeckt und vollständig entfernt werden. Moderne Technologien erlauben die Untersuchung des gesamten Magen-Darmtrakts. Prof. Gasche führt (je nach Wunsch) die Untersuchungen am Wiener AKH oder im Rudolfinerhaus durch. Er entwickelt derzeit mit einem Team der Medizinischen Universität Wien und einer Firma in den USA eine neue Methode zur Entfernung des Appendix vermiformis (Blinddarm) ohne Bauchschnitt.
Ultraschall der Bauchorgane (insbesondere Darm)
Die Sonographie dient zur Echtzeitdarstellung aller Bauchorgane. Da keine Röntgenstrahlen verwendet werden, ist die Untersuchung nebenwirkungsfrei. Prof. Gasche nutzt die Methode auch zur Darstellung von Darm in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Darmwandverdickungen (im Rahmen der Entzündung) und Bewegungsstörungen (z.B. bei Engstellen) lassen sich so einfach und präzise darstellen. Im Gegensatz zu Darmspiegelungen benötigt man für die Darmsonographie keine Vorbereitung. Sie eignet sich ausgezeichnet zur Kontrolle des Therapieverlaufs.
Spezielle Infusionstherapien (Remicade, Venofer)
Viele moderne Medikamente können nur als Infusion in die Vene verabreicht werden. In der Ordination Prof. Gasche werden vor allem Remicade (anti-TNF) und Venofer (Eisen) Infusionen gegeben.